Karamelo Santo | German Version Fundacion Cor Diskography History Home Gallery Texte TV Santo Reviews Links Kontakt Karamelo Santo

Das heilige Bonbon - so die deutsche Übersetzung des spanischen Idioms - stammt aus Argentinien. Genauer gesagt, aus Mendoza, der heimlichen Kulturhauptstadt im Lande der Gauchos, Rinder und kleinen dicken Fußballgötter. Mit ihrem zündenden Gemisch aus Ska, Cumbia, Chamamé, Salsa, Mambo, Mariachi, Reggae, Rock und Punk haben sie schon auf etlichen Deutschlandtourneen auch ein hiesiges Publikum weit über die Mestizo-Fanzirkel hinaus begeistert. Und nach dem letztjährig erschienenen Überblick über ihr Schaffen namens '95 -'06 freuen wir uns nun über die Geburt des neuen, bereits sechsten Albums. La Gente Arriba! Perfectos Idiotas nannten sie sich in ihrer Frühphase - da waren sie noch in Mendoza ansässig, Liebhabern überseeischen Rebensaftes als Anbaugebiet guter Tropfen bestens bekannt. Ob der unsere Helden zu ihrem Sound beflügelt hat, wissen wir nicht, fest steht nur, dass es ihnen in der Provinz auf den lokalen Bühnenbrettern schnell zu eng wurde. Die Sänger Guillermo GOY Ogalde und Pedro PIRO Rosafa beziehen 1997 Quartier in La Boca, wo sie in der unmittelbaren Nachbarschaft des Boca Junior-Stadions fortan ein wuselndes Laboratorium für andere Bands betreiben und mit einem wilden panamerikanischen Worldrock-Mix auch das Konzept für ihre eigene Formation weiter entwickeln. Die verpasst sich bald süßsakrale Weihen und nennt sich Karamelo Santo, das "Heilige Bonbon" - eine Leckerei, die von Chile bis Mexiko viele Anhänger gewinnt. Nach zwei Alben schließlich der Quantensprung: 2000 eröffnen sie für Manu Chaos argentinische Konzerte und buchen Mr. Mestizo gleich für ihre dritte Scheibe. Los Guanchos (2002) präsentiert erste veritable Bonbon-Hits wie "Negro", "Nunca" und "Guerillero" und zieht zwei Europa-Tourneen nach sich. Metallica, Jamiroquai und Coldplay heißen die Brettergenossen der Südamerikaner auf dieser Reise. Man kann sie nun getrost in einem Atemzug mit ihren Landsleuten von den Fabulosos Cadillacs oder La Bersuit nennen. Haciendo Bulla (2004) - "eine Menge Krach machen", so der Titel des nächstenStreiches, der den Inhalt nicht zielsicherer wiedergeben könnte. Mit ihrer viertenScheibe lenken Karamelo Santo die Ohrmuscheln der Welt auf ihren Mikrokosmos, machen die Arbeit der Rockeiros in Buenos Aires Hafenvierteln bekannter und widerlegen das Klischee, dass alles, was in der Kapitale nahe am Wasser baut, mit Tango getränkt sein muss. Im Bandgefüge operieren mittlerweile nicht nur Musiker aus Mendoza und der Hauptstadt, auch aus La Plata und dem Südzipfel Feuerlands sind Kombattoren aufgenommen worden. Mit Spannung stellen wir also die Lauscher fürs neue Werk auf: Packender Ska-Rock mit den schneidenden Bläsern Nahuel Aschei, Martino Gesualdi und Pablo Clavijo umtobt den Gehörgang, Lucas Villafañes burleskes Akkordeon paart sich mit pustender Posaune, schöne Latinrock-Refrains mit der rockigen Vokalinbrunst des Gesangsmikro-Dreiers Guillermo Ogalde, Pedro Rosafa und Gody Corominas wechseln unversehens zur Rap-Schattierung. Ein Reggae-Interludium mit scheppernder Orgel und dubbigem Tieftöner von Diego Aput flicht nachdenkliche Töne ein, dazwischen wird es fast volksliedhaft zu einem Salsa-Groove in Reinform, den die Argentinier - fernab der Karibik - auch souverän und spielfreudig inszenieren können. Ein wenig Polka à la Mexicana ist auch im Programm - und wer hätte gedacht, dass Louis Armstrongs "Wonderful World" auch als zünftige Cumbia funktioniert, weit entfernt davon, ridikulös zu werden, eher mit noch glaubhafterer Weltumarm-Laune? Diesem Bonbon gelingt alles und es klebt nicht - so könnte man eine Lobeshymne auf die Boca-Boys beginnen - die Reise von Rio de la Plata-Rock über Ska, Cumbia, Tex-Mex bis zu Salsa berührt Beine undtrifft ins Herz.

Karamelo Santo

Guillermo GOY Ogalde (gitarre, gesang), Pedro PIRO Rosafa (percussion, gesang), Diego Aput (bass), Lucas Villafañe (keyboard, akkordeon), Mariano Ponce de León (schalgzeug), GODY Corominas (percussion , gesang), Pablo Clavijo (saxophon, klavier), Alejandro Pozo (posaune), Juan Pablo Pelaez (trompete)

Karamelo Santo | Antena Pachamama

ANTENA PACHAMAMA (2007)

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Karamelo Santo | La gente arriba

LA GENTE ARRIBA (2006)

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Karamelo Santo | Haciendo Bulla

HACIENDO BULLA (2004)

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Karamelo Santo | Los Guachos

LOS GUACHOS (2001)

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Karamelo Santo | Perfectos Idiotas

PERFECTOS IDIOTAS (1997)

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Karamelo Santo | La Kulebra

LA KULEBRA (1995)

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Karamelo Santo | Baila Gordito

BAILA GORDITO (1993)

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